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Die klassischen Museumssparten


NaturkundemuseenNaturkundemuseen

NaturkundemuseenSchon ab dem 17. Jh. sind neben den Wunderkammern umfangreiche Naturalienkabinette entstanden. Neben einzelnen Persönlichkeiten waren es oft Lehranstalten, die Mineralien, Fossilien, Pflanzen und Skelette sammelten, um so zu einem tieferen Verständnis der Natur und des Universums zu gelangen. Auf ausgedehnten Forschungsreisen „eroberten“ Gelehrte ihre bahnbrechenden Funde, wie z.B. den ersten Dino-Saurier-Knochen, den Alexander von Humboldt in Südamerika fand. Diese Naturaliensammlungen bildeten die Basis der heutigen Naturkundemuseen, von denen die meisten im 19. Jahrhundert gegründet wurden. Heutige Naturkundemuseen bieten neben ihren umfangreichen Sammlungen auch unterhaltsame Veranstaltungs-Programme an, um großen und kleinen Besuchern die Wunderwelt der Tiere, Pflanzen und Steine nahe zu bringen.
Naturkundemuseen in Deutschland

Museen für bildende KunstMuseen für bildende Kunst

Kunstmuseum1830 wurde auf der heutigen Museumsinsel in Berlin das erste Kunstmuseum errichtet. Erstmals bekamen Kunstschätze, vornehmlich der Antike, ein Gebäude, das speziell zu ihrer Präsentation konzipiert war. Seitdem sind Kunstmuseen von großer repräsentativer und politischer Bedeutung. Frühere Herrscher glaubten an die Macht der Bilder und hofften mit der Gründung einer „Nationalgalerie“ das Nationalbewußtsein ihrer Bürger zu stärken. Später bekam der Streit um neue Stilrichtungen staatspolitische Brisanz, was unter den Nazis bis zur Verbrennung sogenannter „entarteter Kunst“ führte. Heute lassen sich Kunstmuseen in klassische Gemäldegalerien und Museen für moderne Kunst unterteilen. Während erstere die klassische Kunst bewahren, dienen die modernen Kunstmuseen auch heute noch als Plattform für die öffentliche Kunst-Diskussion.
Museen für bildende Kunst in Deutschland

Museen für KunstgewerbeMuseen für Kunstgewerbe

hohe Kunst des 
  HandwerksMit dem Verschwinden der Manufakturen ab 1850 begann man die hohe Kunst des Handwerks neu zu schätzen. Es kam zur Bildung von Kunstgewerbe-Vereinen, und 1868 zur Gründung des ersten Kunstgewerbe-Museums in Berlin. Die weitere Geschichte des Kunstgewerbes wurde in Deutschland maßgeblich durch den Deutschen Werkbund bestimmt. Er gründete das „Bauhaus“ in Weimar und etablierte einen betont sachlichen Stil für handgefertigte Alltagsobjekte. Ganz anders als die Wiener Sezession, die nur wenige Jahrzehnte zuvor mit dem Jugendstil die barocke Verzierung wieder entdeckte. Kunstgewerbe-Museen entführen den Besucher in eine Welt, die bis ins kleinste Detail von kunstvoller Handarbeit gestaltet ist. Darüber hinaus vermitteln sie dem Besucher interessante Einblicke in vergangene Lebensweisen.
Museen für Kunstgewerbe in Deutschland

Historische MuseenHistorische Museen

Historische MuseenIn den napoleonischen Kriegen und nach dem ersten Scheitern einer deutschen Staatsgründung wächst im deutschen Bürgertum die Sehnsucht nach einer deutschen Nation. Mit dem Ziel, die nationale Identität „sichtbar“ zu machen, wird 1852 das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg gegründet, das die Entstehung der Nation von den ersten Faustkeilen der Neandertaler an, dokumentiert. Das Museum gilt auch heute noch als offizielles nationales „Gedächtnis“. Aber auch auf lokaler Ebene haben sich seit dem 19. Jahrhundert zahlreiche historische Museen gegründet. Sie erinnern mit ihren Objekten an geschichtliche Ereignisse der Region und an die lokale Entwicklung von Kunst, Technik und Alltagskultur.
Historische Museen in Deutschland

Museen für VölkerkundeMuseen für Völkerkunde

(Ethnologische Museen)

Die meisten Völkerkundemuseen haben ihren Ursprung in den naturhistorischen Museen. Im 19. Jahrhundert änderte sich der Begriff des „Exotischen“, und engagierte Forschungsreisende setzten sich verstärkt für den Respekt vor dem Andersartigen und Fremden einzusetzen. Mit der Gründung des ersten Völkerkundemuseums 1865 in München wurde dieses Anliegen zum Museums-Auftrag. Bis 1879 entstanden gleich fünf weitere Museen dieser Art, die alle noch bis heute existieren und die erstaunlichen Leistungen fremder Kulturen dokumentieren. Besonders interessant sind auch die Veranstaltungen dieser Museen. So kann man sich z.B. nach alternativen Heilmethoden behandeln lassen oder die Musik ferner Kulturen live erleben.
Völkerkundemuseen in Deutschland

Technik-MuseeTechnik-Museen

Technik-MuseumAls letzte Sparte der großen Museen hat sich das Technik-Museum in der Museumslandschaft Deutschlands entwickelt. Den Anfang bildete die Grundsteinlegung für das deutsche Museum 1906 durch die deutsche Ingenieursversammlung. Das "Deutsche Museum von Meisterwerken der Naturwissenschaft und Technik" entwickelte sich zu einem der umfangreichsten Technik-Museen weltweit. Ihm folgten einige Museumsgründungen, die sich zum Teil nur Spezialgebieten moderner Technik widmeten, wie z.B. das Luftfahrtmuseen. Dem Besucher werden hier die Anfänge moderner Technik näher gebracht und auf diesem Wege das Verständnis komplizierter High-Tech erleichtert.
Technik-Museen in Deutschland