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„Sound of Earth“

Das interstellare Hörmuseum der Menschheit

HörmuseumMuseen sind die einzigen Orte, die in konzentrierter Form an fremde bzw. vergangene Kulturen erinnern. In der Hoffnung, die Menschheit könnte eines Tages von Mitbewohnern des Universums entdeckt werden, hat die NASA unser museales Päckchen in Form einer Ton-Sammlung gepackt.
1977 starteten zwei Raumkapseln mit Namen Voyager 1 + 2 in die Unendlichkeit. Jede Kapsel trägt eine mit Gold überzogene, kupferne Bild-Ton-Platte bei sich. Die „Sound of Earth“ genannte Scheibe enthält verschiedenste Geräusche der Erde, Grüße in fast 60 menschlichen Sprachen und Musikstücke unterschiedlicher Stilrichtungen, von Bach über Louis Armstrong bis zu den Navajo-Indianern.
Außerdem beinhaltet sie eine Art Gebrauchsanweisung zum Abspielen. Ein Uranüberzug soll besonders gewieften Außerirdischen die Altersbestimmung ihres terrestrischen Fundes ermöglichen.
Die Erkundungssonden Voyager 1 + 2 schicken beständig Reisefotos an die NASA. 2005 haben sich die Bilder von Voyager 1 tiefgreifend verändert. Man vermutet, daß das unbemannte Raumschiff die Grenze des Sonnensystems erreicht hat und sich nun dem Eintritt zum interstellaren Raum nähert.
Ob sich im nächsten Sonnensystem Wesen befinden, die sich mit Schallplatten auskennen, bleibt eine spannende Frage.

Eine Kopie der Voyager-Platte „Sound of Earth“ ist im Museum für Kommunikation in Hamburg zu bestaunen.