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Deutsche Nationalmuseen

Bayrisches Nationalmuseum in München
Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg
Schiller-Nationalmuseum in Marbach
Goethe-Nationalmuseum in Weimar
Alte und Neue Nationalgalerie in Berlin

Bayrisches Nationalmuseum in München

Bayerisches Nationalmuseum Das Nationalmuseum in der Prinzregentenstraße zeigt seit über hundert Jahren Kunst- und Kulturschätze aus vergangenen Epochen. Dabei nimmt die Kirchenkunst aus den Regionen nördlich und südlich der Alpen einen großen Raum ein. Altäre und biblische Darstellungen sind zum Teil Meisterwerke berühmter Maler. Ältestes Exponat ist eine antike Christus- Darstellung aus dem 4. Jahrhundert. Einzigartig auf der Welt ist auch die wertvolle Krippensammlung.

Einmalig sind auch die kunsthandwerklichen Sammlungen des Nationalmuseums. Vom kompletten Ensemble einer höfischen Tafel bis zum Kunstglas von Tiffany führt der historische Rundgang durch alle Stilepochen. Das Bayrische Nationalmuseum unterhält zehn Zweigmuseen, so u.a. die Fränkische Galerie Kronach in der Veste Rosenburg.

Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg

Germanisches Nationalmuseum

Seit der Reichsgründung 1871 ist das Nürnberger Museum das offizielle kulturhistorische Nationalmuseum von Deutschland. Von 1,2 Millionen Objekten werden rund 20.000 ausgestellt. Eine Zeitreise vom steinzeitlichen Faustkeil über die mittelalterlichen Skulpturen des Veit Stoß, den Behaim-Globus, die Kaiserbilder Albrecht Dürers bis hin zum Filzanzug von Joseph Beuys erwartet den Besucher. Auch einige Exponate aus Nazi- und DDR-Zeit sind Teil der lückenlosen Dokumentation nationaler Kultur.
Der Museumsverlag ist der älteste Verlag seiner Art in Europa und bietet dem Besucher interessante Publikationen über Einzelthemen aus den historischen Forschungsbereichen des Germanischen Nationalmuseums.
Die Ausstellungsräume befinden sich in einem spätmittelalterlichen Klosterkomplex. Mit der neuen gläsernen Besucherhalle ist auch architektonisch der Bogen in die Moderne gelungen.

Schiller-Nationalmuseum in Marbach

Schiller-Nationalmuseum

In der Geburtstadt von Friedrich Schiller wird das Andenken an den großen deutschen Dichter auf vielfältige Weise geehrt. Im Schiller-Haus zeugen historische Möbel und Utensilien von den Lebensumständen der Dichter-Familie. Das Schiller-Nationalmuseum gibt einen umfassenden Einblick in die Geschichte der jüngeren deutschen Dichtkunst. Hier finden sich zahllose Original-Handschriften und Dokumente von den berühmten Klassikern bis zu wichtigen Autoren der Gegenwart. Unterhalb des Schiller-Nationalmuseums befindet sich das deutsche Literaturarchiv mit seiner vollständigen Sammlung deutschsprachiger Veröffentlichungen und vielen wertvollen Nachlässen. 2006 hat das Nationalmuseum auf der Schillerhöhe mit einem Literaturmuseum der Moderne ein spannendes Gegenstück erhalten.

Goethe-Nationalmuseum in Weimar

Goethe-Nationalmuseum

Das Goethe-Nationalmuseum unterhält insgesamt 22 öffentlich zugängliche Museen, die das Andenken an die deutschen Klassiker, wie Nietzsche, Schiller und Liszt, aufrecht erhalten. Hauptgebäude ist das Goethe-Wohnhaus am Weimarer Frauenplan, das die dichterischen und wissenschaftlichen Leistungen des Universalgenies dokumentiert. Goethes handschriftlicher Nachlaß zählt zum „Memory of the World“. Weltkulturerbe laut UNESCO ist auch die Anna Amalia Bibliothek, die mit ihren wertvollen Originalbeständen ein Glanzstück des Nationalmuseums darstellt. Nach dem Brand von 2004 wurde das Nationalmuseum in Weimar restauriert.

Als klassisches Vergnügen nach einem Museumsbesuch empfiehlt sich ein Spaziergang in den Weimarer Parks und Gärten, die zum Museums-Ensemble gehören. Auch die Dornburger Schlösser und Schloß Tiefurt gehören zum Nationalmuseum der Weimarer Klassik.

Alte und Neue Nationalgalerie in Berlin

Alte und Neue Nationalgalerie Berlin

Durch die großzügige Schenkung eines Bankiers entstand 1861 in Berlin die deutsche Nationalgalerie. Eigens für diese Sammlung wurde ein Kunstmuseum in der Art eines korinthischen Tempels auf der Museumsinsel errichtet. Engagierte Direktoren haben die Sammlung deutscher Malerei des 19. Jahrhunderts mit großer Weitsicht ausgebaut, so daß heute alle wichtigen Maler und Stilrichtungen vertreten sind. Berühmte Namen wie Friedrich, Spitzweg und Böcklin zieren das Werkverzeichnis der Alten Nationalgalerie. In der Neuen Nationalgalerie am Kulturforum befindet sich die nationale Sammlung der modernen Kunst des 20. Jahrhunderts. In dem gläsernen „Tempel des Lichts“ sind deutsche Expressionisten und Surrealisten zu sehen. Künstler wie Max Beckmann, Max Ernst und Paul Klee werden hier neben wichtigen Malern der internationalen Moderne gezeigt.